Projekte und Aktionen

Hier wollen wir euch über Aktivitäten unseres Vereins informieren, auf Aktionen hinweisen, die im Rahmen eines europäischen Unterstützernetzwerks gestartet werden sowie auch auf Projekte, die von Indigenen selbst initiiert werden, um ihre Situation zu verbessern.

 

 

Mahnwache

In diesem Jahr begeht Kanada den 150 Jahrestag seines Bestehens. Aus diesem Anlass wollen wir von ASNAI mit einer Mahnwache vor der kanadischen Botschaft in Berlin erneut auf die nach wie vor bestehenden Missstände hinweisen, die seit den 1980er Jahren bis in die Gegenwart zu einer erschreckend hohen Zahl von vermissten bzw. ermordeten indigenen Frauen führten.

Die Mahnwache findet statt am
1. Juli 2017 in der Zeit von 16.30 Uhr bis 17.30 Uhr
wo: Kanadische Botschaft, Leipziger Platz 17, 10117 Berlin

(s.a. Beitrag unten über unsere Aktion aus Anlass des internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen am 25.11.2014)

 

Aktionstag

Mitglieder unseres Vereins waren mit dabei, als sich am am 18. April 2015, dem Globalen Aktionstag gegen Freihandels- und Investionsschutz-
abkommen (TTIP, CETA und TISA)
Gegner dieser Abkommen in Berlin zu einer Menschenkette vom Potsdamer Platz, vorbei an der kanadischen Botschaft, der US-amerikanischen Botschaft bis zur Vertretung der EU-Kommission Unter den Linden zusammenfanden.

In einem Beitrag von "Spiegel online" über "Gesichter der TTIP-Proteste: Künstler, Veganer, Informatiker - und ein Dalmatiner" wurde auch K.-H. Prestel, Gründungsmitglied unseres Vereins und langjähriger Aktivist, und seine Gründe für seinen Protest vorgestellt.

 

Stolen Sisters oder Gewalt gegen indigene Frauen in Kanada

2004 brachte die Native Women’s Association of Canada (NWAC), ein Zusammenschluss zahlreicher indigener Frauenorganisationen, erstmals mit der Studie „Sisters in Spirit“ die Gewalt, der indigene Frauen in Kanada ausgesetzt sind, an die Öffentlichkeit. Seit den 1980er Jahren waren bis dato 582 Indianerinnen als vermisst gemeldet oder ermordet worden. Diese erschreckenden Fakten wurden durch den Bericht „Stolen Sisters“ von Amnesty Canada im Oktober 2004 bestätigt. Doch trotz anhaltender Appelle, wachsenden Protests sowie massiver Kritik seitens des UNO-Menschen-
rechtsrates (UNHCR) und des Ausschusses für die Beseitigung der Rassendiskriminierung (CERD) hat die kanadische Regierung bisher keine wirksamen Maßnahmen ergriffen, um die indigenen Frauen zu schützen und die Täter vor Gericht zu stellen. 2013 wies zudem eine Untersuchung von Human Rights Watch nach, dass in vielen Fällen sogar auch die Polizeibehörden in die Gewalt an indigenen Frauen verstrickt sind.

Doch im Mai dieses Jahres (2014) zeigten die unermüdlichen Proteste, Mahnwachen, Demonstrationen und Appelle endlich Wirkung: Die Royal Canadian Mountain Police (RCMP) legte einen aktuellen Bericht vor, der dokumentiert, welch erschreckendes Ausmaß die Gewalt an indigenen Frauen und Mädchen in Kanada inzwischen angenommen hat: 1017 von ihnen wurden in den Jahren 1980 bis 2012 in Kanada ermordet, 164 Indianerinnen gelten als vermisst und 225 weitere Fälle sind ungeklärt.
Aus diesen Zahlen geht hervor, dass im o.g. Zeitraum in Kanada etwa viermal mehr indigene Frauen und Mädchen ermordet wurden als nichtindigene Kanadierinnen (Der Anteil indigener Frauen an der Gesamtzahl der weiblichen Bevölkerung Kanadas beträgt 4,3 Prozent, der Anteil von Indianerinnen an der Gesamtzahl der ermordeten Frauen und Mädchen beträgt 16 Prozent!)
Obwohl die RCMP eine Reihe von notwendigen Maßnahmen zur Verbesserung der Situation einleiten will, finden Maßnahmen, die von der Politik zu entscheiden sind, im Bericht keine Erwähnung: so z. B. Verbesserung der Infrastruktur, Ausbau der Hilfsmaßnahmen, Einrichtung von Frauenhäusern innerhalb indigener Kommunen sowie auch mehr Finanzmittel für indigene Organisationen.

Wir von ASNAI unterstützen seit Jahren die Forderung an die verantwortlichen kanadischen Behörden, diesen erschreckenden Missständen endlich konsequent entgegenzuwirken, damit Diskriminierung und sexistische Gewalt gegenüber indigenen Frauen und Mädchen in Kanada ihren Nährboden verlieren und die Indigenen insgesamt endlich den Respekt erhalten, der ihnen als gleichberechtigte Mitglieder der kanadischen Gesellschaft zukommt.

Mit einer Mahnwache vor der kanadischen Botschaft in Berlin am 25. November 2014, dem internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, haben wir unsere Forderung deutlich gemacht.


Mahnwache vor der kanadischen Botschaft (Foto: ASNAI)

(Flyer "Nur eine Indianerin ...")

 

Indianerbibliothek in Potsdam geplant

Antje Small Legs, Inhaberin des Zwei Welten Fachverlags mit Sitz in Potsdam plant den Aufbau einer Fachbibliothek zum Thema nordamerikanische Indianer. Veranstaltungen, bei denen Europäer indianische Menschen treffen können, das „Restaurant Potlatch“ mit indianisch-amerikanischer Küche und einigen angeschlossenen Gästezimmern sowie die „Galerie Turtle Island“ mit einem breiten Angebot an indianischer Kunst und Kunsthandwerk sollen das Angebot dieser Indianerbibliothek Potsdam (PDF, 94 KB) vervollständigen. Damit alles schnellstmöglich realisiert werden kann, wird um Spenden gebeten. ASNAI wird das Projekt unterstützen.

 

Lakota Horsemenship Organisation

Die "Lakota Horsemenship Organisation" ist eine gemeinnützige Vereinigung der Lakota (Sioux), die vor Jahren in der Pine Ridge Reservation in Süd-Dakota gegründet wurde. Unter der Leitung der beiden Vorstandsvorsitzenden Wendell Yellow Bull und Bam Brewer kümmert sie sich die darum, Kinder und Jugendliche ihres Volkes vor den Gefährdungen durch Alkohol und Drogen zu bewahren, indem sie ihnen die Möglichkeit gibt, mit Pferden zu arbeiten, reiten zu lernen und sie auf diesem Weg zu alten Reittraditionen zurückzuführen. Ein Bemühen, das durchaus von Erfolg begleitet ist, jedoch stark abhängt von Spenden, die es ermöglichen, Projekte zur Prävention auch in Zukunft zu verwirklichen.

Andrea Cox aus Mannheim wurde vom Aufsichtsrat der "Lakota Horsemenship" bevollmächtigt, im Interesse dieser Organisation um Spenden zu bitten sowie Geschenke von Menschen aus Deutschland entgegen zu nehmen.

Nähere Informationen vermittelt Andrea Cox:
Tel.: 0621 801116
E-Mail: info@andreac.de
www.andreac.de

Das Spendenkonto der Organisation wird vom "Förderverein für bedrohte Völker e.V." geführt und lautet:

IBAN: DE89 2001 0020 0007 4002 01

BIC/SWIFT: PBNKDEFF

Institut: Postbank Hamburg

Stichwort: Pferdeprojekt (Ganz wichtig!)

Bis zu einem Betrag von 200 Euro gilt der Beleg als Spendenbescheinigung.